Polytechnischer Verein Karlsruhe

Die Geschichte des PV - Vereinsgeschichte

 

1825

Die ersten Bestandteile des Polytechnikums bildeten die Weinbrennerische Bauschule, die Gewerbeschule und die Lehranstalt von Tulla für Planzeichnen und Ingenieurwesen.

1863

Am Donnerstag, den 9. November trafen sich einige Polytechniker, um einen Verein zur Erhebung gegenseitiger wissenschaftlicher Bildung zu gründen.
Am 20. November wurde eine Versammlung im Café Beck anberaumt.
Am 30. November wurde beschlossen, den Leseverein aufzunehmen, samt Inventar und Zeitschriften.

1864

Es wurde beschlossen, daß jeder Studierende oder ehemalige Studierende am Polytechnikum Mitglied im PV werden kann.

1865

Am 31. Januar wurde die Polytechnische Schule, an der bereits 1000 Studierende eingetragen waren, in den Rang der Technischen Hochschule erhoben.

1866

Am 13. Juli erhielt der PV ein eigenes Lesezimmer im Polytechnikum.

1867

Die Grundprinzipien des Vereins:

  1. Eine kräftige Vertretung aller Interessen der Polytechniker
  2. Förderung des Wissenschaftlichen Lebens
  3. Übung des Gesanges
  4. Übung des Turnens
  5. Hebung des gesellschaftlichen Lebens

Mittel zum Zweck:

  • Vorträge und Diskussionen
  • regelmäßige Gesangesproben und Belebung der gesellschaftlichen Zusammenkünfte
  • die vom Turnverein benützte Turnanstalt
  • Abhaltung gesellschaftlicher Veranstaltungen

1868

Lesezimmer darf für Gesangesübungen benutzt werden.
Der PV zählt 250 Mitglieder, das war ¼ der gesamten Studentenschaft!

1871

Zur Friedensfeier kaufte der PV eine schwarz-weiß-rote Fahne.

1876

Prof. Grashof und der Dichter Josef Victor von Scheffel waren Gäste des 13. Stiftungsfestes.

1877

Zum Stiftungsfest war der regierende Großherzog Friedrich I zugegen. Der Landesfürst gab der Technischen Hochschule den Namen „Fridericana".

1885

Dem PV wurde die Vertretung der Studentenschaft übergeben.

1890

Der PV verzichtet freiwillig auf das Recht der Studentenvertretung.

1898

Der PV bekam ein neues Lesezimmer im Hauptbau in der Kaiserstraße 12.

1898

Gründung der AH-Schaft.

1901

Der Verein nimmt offiziell die Farben der Stadt Karlsruhe, Rot - Gelb - Rot, als Vereinsfarben an, welche gleichzeitig auch die Farben des Landes Baden (Gelb - Rot - Gelb) sind.

1904

Gründung des Akademischen Geometervereins. (später AWV Catena)

1918

Zum 55. Gründungstag beziffert sich die Ehrentafel auf 37 Gefallene des 1. Weltkriegs.

1920

Erste Stimmen über ein Verbindungshaus werden laut.

1921

Am 16. November wurde ein Kaufvertrag über ein Haus in der Gartenstraße 44 unterzeichnet, welches aber wegen der großen Wohnungsnot nie bezogen werden konnte. Man rettete dadurch das PV-Vermögen über die galoppierende Inflation hinweg.

1924

Der PV hat noch eine Unterkunft im Hauptgebäude der TH Kaiserstr. 12. Im 2. Obergeschoß befand sich nach wie vor das Lesezimmer mit der recht stattlichen Bibliothek von rund 1500 Bänden. In dieser Zeit vollzog sich auch eine stärkere Wandlung vom traditionellen Leseverein zur wissenschaftlichen Verbindung.

1925

Das Stiftungsfest wurde zusammengelegt mit der Hundertjahrfeier der Technischen Hochschule.

1926

Mit dem Erlös durch den Verkauf des Bundeshauses in der Gartenstraße 44 wurde das jetzige Bundeshaus in der Bismarckstr. 61a erworben (Baujahr 1882, siehe Geschichte des Bundeshauses).
Am 24. Januar wird der PV in den Werningeroder schwarzen Verband aufgenommen.

1933

Der PV wurde Zwangsaufgelöst und der nationalsozialistischen Kameradschaft „Carl Benz" untergeordnet. Gleichzeitig wurde der jetzige Hausverein gebildet, um das Bundeshaus vor der Zwangsversteigerung zu retten. Es wurden die gesamten studentischen Organisationen zerschlagen und in ihre bestehenden Zusammenhänge aufgelöst.

1938

Die AH-Schaft der AWV Catena stieß als gleichberechtigter Partner zur Kameradschaft Carl Benz dazu.

1939

Schließung der Technischen Hochschule „Fridericana".

1940

Wiedereröffnung der Technischen Hochschule.

1944

Das Bundeshaus wurde durch einen schweren Luftangriff zerstört.

1945

Im 2. Weltkrieg fielen 45 Bundesbrüder.

1946

Als Vorbedingung für ein Studium an der TH Karlsruhe, war ein Arbeitseinsatz von 100 Stunden abzuleisten, der am 29. September auf 250 Stunden erhöht wurde.
Am 8. Mai fand die erste Versammlung auf dem Haus statt, um die Neugründung des Polytechnischen Vereins zu besiegeln.
Am 27. Mai begann man mit den ersten Aufräumarbeiten am Bundeshaus
Am Sonntag, den 6. Juli, fand der erste Tanznachmittag des PV´s statt. Laut seriöser Überlieferung war es ein nettes Fest, ganz ohne Alkohol!

1948

Am 18. November wurde der Polytechnische Verein offiziell durch die amerikanische Militärregierung wieder zugelassen.
Am 9. Oktober wurde auf einem Konvent der Wiederaufbau des Bundeshauses besprochen.

1951

10.-12. Juli wurde im Rahmen des Stiftungsfestes die Neueinweihung des Bundeshauses begossen.

1973

Die erste Frau wurde in den PV aufgenommen.

2003

Das 140-jährige Bestehen des PV wurde gebührend begangen; der PV prosperiert und gedeiht.